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Siebenbürgen

Urlaub in Rumänien
 
Seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Trotzdem ist das Land für viele Menschen ein weißer Fleck auf der Landkarte, - obwohl es seit der Römerzeit als damalige römische Provinz Dacia in den europäischen Traditionen fest verwurzelt ist. Es waren übrigens die Römer, die einem Teil des Landes den Namen "Transsilvania", also "Land jenseits der Wälder" gaben. Die Region wird im deutschen Sprachgebrauch Siebenbürgen genannt.
Auch als Reiseland ist Rumänien noch ziemlich unbekannt. Es ist ein Land, in dem es deshalb viel zu entdecken gibt. Und wer einmal die malerischen Landschaften und die Architektur der Städte und der Kirchenburgen in vielen Orten Siebenbürgens, und die freundliche und aufgeschlossene Bevölkerung der siebenbürgischen Dörfer und Kleinstädte erlebt hat, der kommt immer wieder. 
 
Demographie: 
 
Rumänien ist von seiner flächenmäßigen Ausdehnung vergleichbar mit der Größe der alten Bundesrepublik. Der auffälligste Unterschied ist die Bevölkerungsdichte: Während in ganz Deutschland 80 Millionen Menschen leben, sind es in Rumänien weniger als 22 Millionen. Unter diesen 22 Millionen Menschen gibt es eine deutsche Minderheit, die besonders in Siebenbürgen die Kultur in den vergangenen Jahrhunderten prägte. Die Stadtkerne vieler siebenbürgischer Städte wie Sibiu (Hermannstadt), Braşov (Kronstadt), Cluj (Klausenburg) und etlicher anderer Städte weisen rein deutsche Architektur auf, es gibt deutsche Schulen und deutsche Kirchengemeinden. Zunehmend schickt auch die ursprünglich rumänische Bevölkerung ihrer Kinder auf deutsche Schulen, so dass die deutsche Sprache eine von vielen Menschen gelernte bzw. gesprochene Sprache ist.  
 
Geographie: 
 
Rumänien ist gekennzeichnet durch den Karpatenbogen, der das Land von Nordosten nach Westen über 900 km wie ein Hufeisen durchzieht. Diese Gebirgskette, deren höchste Gipfel in den Fogarascher Bergen in den Südkarpaten liegen, bildete für lange Zeit auch eine politische Grenze. Innerhalb des Karpatenbogens liegen fruchtbare Ebenen und das sonnendurchflutete Hügelland Transsilvaniens, das auch berühmt für seine Weine ist.
Südlich der Karpaten liegt die Hauptstadt Bukarest in einer weiten Ebene, der Walachei. Im Südosten bildet die Donau bei ihrem Eintritt in das schwarze Meer ein gewaltiges Delta, das einmalig in Europa ist. Der Vogelreichtum im Donaudelta ist unvorstellbar, und kann insbesondere auf Bootsfahrten in die sumpfige und im großen und ganzen unzugängliche Landschaft hinein bewundert werden.
Im Nordwesten des Landes, in der waldreichen Maramuresch, formen Holzkirchen mit ihren spitzen Giebeln und kunstvoll geschnitzten Holztoren die Landschaft.
Die Bukowina ("Buchenland") im Norden Rumäniens ist berühmt für ihre bemalten Klöster, von denen einige von der UNESCO zu Weltkulturgütern erhoben wurden. Hier kann der Reisende ungarische, deutsche und rumänische Traditionen erleben, die noch heute lebendig sind und gelebt werden.  
 
Klima: 
 
Das Klima in Rumänien ist kontinental, es gibt heiße Sommer und kalte Winter mit viel Schnee. Im Gebirge laden die Temperaturen auch im Hochsommer zum Wandern ein, während es in den Ebenen bis zu 40°C heiß werden kann. Die tiefen Temperaturen im Winter (bis -25°C) sind ebenso gut verträglich, da die Luft trocken ist und die gefühlte Temperatur im positiven Sinn z.T. erheblich von der realen Temperatur abweicht.